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thivender's Tagebuch    


2016 112017 1   Dezember 2016  
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Eintrag von thivender am 4.12.2016



Das Problem an zwischenmenschlicher Begegnung ist, dass stets ein Informationsgefälle besteht. Man selbst weiß man weiß, aber man weiß nicht was der andere weiß. Wenn mir eine Frau sagt, dass ich nicht ihr Typ bin, dass ich scheiße aussehe, mein Charakter scheiße ist usw., dann ist das für mich ok (ich übersetze das für mich mit: passt nicht). Ich nehme sowas nicht persönlich. Von meiner Seite kann ich es letztlich immer eindeutig benennen (wenn man es unbedingt wissen wollte..), weshalb etwas nicht läuft. Deswegen glaube ich, bei ihr müsste das doch auch so sein...da muss es doch irgendetwas geben und sie sagt es mir nicht, um mich nicht zu verletzen?! Aber was weiß ich schon. Vielleicht ist es ganz anders. Vielleicht passt es auch einfach nicht, vielleicht sind die Umstände schon zu deutlich nicht tauglich (es wäre in jedem Fall schwierig geworden) und vielleicht verhindert das, dass sie es zulässt....und vielleicht tut sie sogar gut daran.

Ich bin sicher, dass sie dann und wann an mich denkt, so wie ich an sie denke. Aber ich habe ja auch Grund dazu, weil da mehr ist...aber was ist ihr Grund? Naja. Sie hat mich zum Abschied sehr, sehr lange umarmt, ich denke es war deswegen weil ihr natürlich klar war, dass es sehr gut sein kann, dass das letzte Mal gewesen ist, dass wir uns sehen (ich weiß nicht weshalb das ein Problem ist, wenn da nichts ist, aber ok). Mein Gefühl war jedoch, dass es einen Epilog geben wird. Ich weiß nicht was ich mit ihr machen soll. Ich weiß nicht was sein könnte und wie das gestaltet sein könnte. Ich weiß nicht wie ein freundschaftliches Verhältnis funktionieren sollte. Ich weiß nicht, weshalb man mit jemanden den man praktisch nicht kennt Freundschaft schließen sollte. Ich verstehe nicht, wo da die Basis für Freundschaft sein soll?!

Ich überlege ihr einen Brief zu schreiben....im Grunde wäre es lediglich ein Geschenk, ich denke das Ding ist gelaufen. Sie würde nicht damit rechnen, ich denke sie geht davon aus, dass sie nie wieder etwas von mir hören wird und es kann sehr gut sein, dass das stimmt. Ich weiß es nicht. Andere Variante wäre es z.B. irgendwann einmal, wenn ich den Eindruck habe es ist der richtige Zeitpunkt....wenn ich entscheidend vorankomme....wenn ich dann noch
bin....wenn ich noch (oder wieder..) Single bin und wenn sie noch (oder wieder..) Single ist (ich würde das zuvor in Erfahrung bringen..)..einen erneuten Anlauf zu wagen und es nocheinmal zu versuchen. Ich weiß es nicht...vielleicht schreibe ich den Brief....vielleicht nicht....vielleicht mache ich gar nichts. Keine Ahnung. Ein Brief wäre für sie eine riesige Überraschung....ich mag es, Dinge zu tun mit denen keiner rechnet. Das macht alles ein bisschen Interessanter.

Ich weiß es nicht. Der für mich typische Weg wäre, es mit ihr zu lassen und das war es. Auch deswegen überlege ich, es diesmal einfach anders zu machen.

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Ich frage mich, wer noch in der Familie das verrückte Gen in sich trägt oder - sofern bereits verstorben - in sich getragen hat. Für mich ist ganz klar, dass nicht alles erworben wurde, sondern vieles in der Persönlichkeit liegen muss. Wenn ich mir alles anschaue, dann zieht es sich wie ein roter Faden durch das gesamte Leben. Das sind keine Ausreißer, keine Abweichungen vom Normzustand....das IST der Normzustand. Jedenfalls auch.

Ich behaupte, mir ist bezogen auf mich vieles klar.
Vieles erscheint einfach viel zu knapp und zu zerbrechlich.


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Soviele Wege, soviele Möglichkeiten, soviele Szenarien. Sie erscheinen alle realistisch. Ich mag das Asoziale. Eigentlich nervt es mich, dass andere Menschen (für mich relevant: Frauen) in ihrem Denken und Handeln so stark limitiert sind. Aber vielleicht wäre das ganz gut für mich so eine Beziehung zu führen.

Ich mag V., weil sie nicht limitiert ist. Das ist cool.

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Es ist auch deshalb so schwierig, weil ich stets mehrgleisig fahre. Ich weiß das wohl. So wie ich ständig zwischen Leben und Tod laviere, für beides Kraft und Energie aufwende anstatt mich für eines davon zu entscheiden und das mit aller Macht betreibe, so ist es auch mit Anderem. Soviele Szenarien, darunter extreme Szenarien, sie könnten nicht unterschiedlicher sein. Ich versuche mir für möglichst viele davon die Tür offenzuhalten bis klar ist, wohin es gehen soll. Das Problem ist, für manches gibt es keinen Weg zurück und man sollte sich deshalb schon sehr sicher sein. Es geht dabei nicht um Fragen ob ich nun in dieser Stadt lebe oder in jener, ob ich diesen Job mache oder jenen. Nicht um Szenarien die im Grunde gleich sind und sich nur in Details unterscheiden.



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damian
Guten Morgen, Digis, ich möchte Euch auf...

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